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Permakultur 2017-05-22T10:18:26+00:00

Der ökologische Kreislauf der Permakultur

Permakultur – der Begriff setzt sich zusammen aus „permanent“ und „agriculture“. SoLaWi Lüdinghausen folgt dieser Philosophie. Das Ziel ist die Schaffung funktionierender, nachhaltiger und naturnaher Kreisläufe. Bei einem Besuch vor Ort erleben Sie die Besonderheiten dieser Methode. Anders als viele Biobauern setzt die Permakultur auf kleinräumigen Anbau mit einer großen ökologischen und biologischen Vielfalt. So bedingt und fördert zum Beispiel der Anbau einer Gemüsesorte das Gedeihen der benachbarten Sorte – und umgekehrt.

Ursprünglich für die Landwirtschaft entwickelt, ist Permakultur inzwischen ein Denkprinzip, das auch Bereiche wie Energieversorgung, Landschaftsplanung und die Gestaltung sozialer Infrastrukturen umfasst. Grundprinzip ist ein ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiges Wirtschaften mit allen Ressourcen.

Die Philosophie der Permakultur

„Permakultur ist das bewusste Design sowie die Unterhaltung von landwirtschaftlich produktiven Ökosystemen, die die Diversität, Stabilität und Widerstandsfähigkeit von natürlichen Ökosystemen besitzen. Die Philosophie hinter Permakultur ist eine Philosophie, die mit und nicht gegen die Natur arbeitet, eine Philosophie, der fortlaufenden und überlegten Observation und nicht der fortlaufenden und gedankenlosen Aktion; sie betrachtet Systeme in all ihren Funktionen, anstatt nur eine Art von Ertrag von ihnen zu verlangen, und sie erlaubt Systemen ihre eigenen Evolutionen zu demonstrieren.“

Das Konzept

Permakulturell gestaltete Lebensräume werden als Systeme aufgefasst, in denen das Zusammenleben von Menschen, Tieren und Pflanzen so miteinander kombiniert wird, dass die Systeme zeitlich unbegrenzt funktionieren und die Bedürfnisse aller Elemente möglichst erfüllt werden. Bei dem Design solcher Systeme werden insbesondere die integrativen Denkansätze und Erkenntnisse aus Systemtheorie, Biokybernetik und Tiefenökologie angewandt. Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit nicht nur auf die einzelnen Bestandteile (= Elemente), sondern insbesondere auf die Beziehungen zwischen den Elementen und deren optimale Nutzung für den Aufbau produktiver Systeme.